The Real Amiga HD Drive A357 – kleine Reparatur

Von Amtrade wurden seinerzeit Laufwerke für den Amiga verkauft die mit einer kleinen Zusatzplatine und ein paar Veränderungen am PCB es ermöglichten DD (880 Kbyte) und HD (1,76 MByte) Disketten zu benutzen. In meinem Fall ist es ein TEAC 235HF Version 7291 welche von Amtrade verbaut wurde, es wurden aber wohl auch Laufwerke von Sony (MPF920-E) verbaut.

Solch ein Laufwerk mit dem TEAC 235 HF besitze ich auch, doch leider versagte es seinen Dienst und ich wollte mal schauen ob es evtl. zu fixen geht.

Der Übeltäter wurde schnell gefunden, denn unter dem Aufkleber welcher die Platine abdeckte waren zwei kleine Kupferdrähte verlötet (und mit dem Aufkleber verklebt).

Davon hatte sich ein Drähtchen gelöst.

the_real_hd_drive_amiga_teac_fix-2
Amtrade Real HD Drive

the_real_hd_drive_amiga_teac_fix-5
Hier der Übeltäter

Eins dieser beiden hatte sich gelöst.

Da mir diese Drähte allerdings zu sensibel zum verlöten waren, habe ich ein etwas stärkeres Draht genommen.

Es müssen lediglich die Pins 6 und 14 mit dem Punkt (es gibt 2) R9 verlötet werden.

Dazu habe ich die Enden der Drähte vorher etwas verzinnt. Nun konnte man diese bequem auf das Board des Laufwerkes löten.

Das ganze sollte dann ungefähr so aussehen:

the_real_hd_drive_amiga_teac_fix-4
Pin 6 und Pin 14 mit dem Pin R9 verlöten

Ein kurzer Test am Amiga, und siehe da, das Laufwerk funktioniert wieder innerhalb normaler Parameter^^

Den Aufkleber habe ich auf die Oberseite des Laufwerks verlegt und die verlöteten Drähte habe ich wieder mit etwas „Tesa“ gegen Abriss gesichert.

the_real_hd_drive_amiga_teac_fix-1
Fertig verlötet!

Ich hoffe wie immer es war soweit verständlich, ansonsten einfach Fragen (Kommentare, Mail etc.).

 




Amiga CD32 Sichtfenster / Fensterglas wechsel

Da das Sichtglas bzw. Fensterglas (Glas ist es natürlich nicht, sondern PVC) meines Amiga CD32 einen Riss hatte hielt ich nach einem Ersatzfenster ausschau.

Defektes Amiga CD32 Sichtfenster
Defektes Amiga CD32 Sichtfenster

Riss im Sichtfenster des CD32
Riss im Sichtfenster des CD32

 

Fündig wurde ich unter anderem bei hood.de als auch bei Vesalia.de . Die Kosten beliefen sich jeweils ohne Versand auf 3,90€ bzw. 4,90€.

Also orderte ich mir das Ersatzglas und machte mich an den Wechsel.

Zuerst muss von unten (am besten in einer Ecke) etwas gedrückt werden. Da die Scheiben nicht fest verklebt sind, merkt man schnell das sich die Ecke löst.

img_0779
Nur Mut zum drücken braucht man.

Bei mir brach dann exakt beim Riss, der erste Teil der Scheibe ab.

img_0780
Beim Riss brach die Scheibe durch

Nun noch die zweite Hälfte des Sichtglases abdrücken und wir sind fast fertig.

img_0781
Klebereste müssen entfernt werden

Nun kann man den Rest Kleber mit dem Finger einfach runterkratzen. Das geht ziemlich einfach und anschließend kann man die Klebefläche noch mal kurz reinigen.

img_0782
Gesäubert und Vorbereitet für das Ersatzglas

Nun nehmen wir uns die neue Ersatzscheibe zur Hand.

Amiga CD32 Sichtfenster/Fensterglas
Amiga CD32 Sichtfenster/Fensterglas

Bei dem Ersatzglas ziehen wir nun die Schutzfolie vom Kleber ab und setzen diese wieder ein. Dort muss man lediglich drauf achten das man in einer der beiden „Ecken“ anfängt.

Danach sollte es dann wieder so aussehen.

Neues Sichtfenster am CD32
Neues Sichtfenster am CD32

Neues Sichtfenster am CD32
Nahaufnahme^^

Das ganze dauerte ca. 5 Minuten und ist wirklich leicht zu bewerkstelligen.

Ich hoffe wie immer es war soweit verständlich (gut hierbei kann man auch nicht wirklich viel falsch machen^^), ansonsten einfach Fragen (Kommentare, Mail etc.).

Ich wünsche euch nun viel Spass beim eventuellen nachbauen bzw. einbauen 🙂

 




Standard Amiga Netzteil zu CD32 und Commodore 1541-II / 1581 / A590 Adapter

Angeregt durch einen im a1k Forum gesehenen Adapter, der es ermöglicht Standard Amiga 500/600/1200 Netzteile für das Amiga CD32 zu verwenden, dachte ich mir den Bau ich mal nach.

Als Lötausrüstung kam folgendes zum Einsatz:

  1. Lötstation (Station ZD-99)
  2. Lötzinn (Felder ISO-Care 0,5mm Sn62Pb36Ag2)
  3. etwas Flussmittel (Sannol Mini-Fluxer X32-10i)
  4. Entlötlitze (Kontakt Chemie -SOLDABSORB 1,5mm x 1,5m)
  5. Lötspitzenreinger
  6. eine „Dritte“ Hand
  7. Profi Elektro Weich PVC
  8. etwas Draht
  9. Skalpell / Cuttermesser / Rasierklinge

Als Teile benötigt ihr eine DIN 4Pin 210° Buchse sowie einen Amiga Power Einlötbuchse. Beides leider nur noch schwer zu bekommen.

Zuerst einmal die Belegung der Stecker:

standard_amiga_500_600_1200_zu_cd32_netzteil_adapter_power_anschluss
Das Bild besticht durch seine künstlerische Ausdruckskraft ^^

Achtung das Bild oben zeigt links die Power Einlötbuchse, beim Amiga Netzteil Stecker ist die Polung natürlich genau entgegengesetzt.

 

Nun müssen die Kontakte mit den Kabeln verlötet werden:

Rot = 12 Volt

Schwarz = 5 Volt

Gelb = GND

standard_amiga_500_600_1200_zu_cd32_netzteil_adapter_power_anschluss_loeten
Amiga Power Netzteil Einlötbuchse

Amiga Power Netzteil Einlötbuchse
Amiga Power Netzteil Einlötbuchse von hinten

An der Amiga Einlötbuchse hat man noch viel Platz zum löten, den ich als Lötanfänger auch zwingend benötigte 🙂

 

Am CD32 Netzteilstecker ist die Sache schon etwas schwieriger aber man bekommt es auch hin.

Nachdem ich die Kabel dort angelötet habe, habe ich sie mit dem Profi Elektro Weich-PVC Band von Scapa isoliert.

Auf den Bildern erkennt ihr sehr gut die Polung:

Auch hier natürlich:

Rot = 12 Volt

Schwarz = 5 Volt

Gelb = GND

img_0816
Die richtige Polung

img_0753
Isolierte Anschlüsse am DIN CD32 Stecker

img_0754
Auf die Polung achten ist das wichtigste ;)

Eigentlich wollte ich um die Powereinlötbuchse einen Schrumpfschlauch setzen, doch leider hatte ich nur bis 19mm Durchmesser Schrumpfschläuche zur Verfügung.

Da ich in meinem Tatendrang beim Löten auch vergessen habe den schmalen Schrumpfschlauch über die Kabel zu ziehen blieb mir nichts anderes übrig als das oben genannte Profi Elektro Weich-PVC Isolierband zu nutzen.

Das Ergebnis sieht dann wie folgt aus:

img_0755
Nicht schön aber selten ^^

img_0756
Standard Amiga zu CD32 Netzteil Adapter

img_0817
Isoliert mit Schrumpfschläuchen

Nun musste das ganze natürlich auch noch getestet werden, also flux das CD32 angeschlossen. Ein kurzers Hoffen und Bangen ob alles geklappt hat, wandelte sich dann in ein freudiges Blinken der LEDs und natürlich das Drehen der CD-ROM.

Operation gelungen – Patient lebt 🙂

img_0757
Ein kurzer Test, läuft…!

 

Die Dauer des Umbaus belief sich auf ca. 2 Stunden denn ich durchforstete mehrere Seiten auf der definitiven Bestätigung der Poweranschlussbelegung. Auch das Anlöten verlief ein wenig frickliger als gedacht, gerade das Anlöten an den DIN Stecker entpuppte sich als recht tricky für mich.

Da das Original Amiga CD32 Netzteil auch mit den Commodore 1541-II/1581 Laufwerken kompatibel ist, könnt ihr solch einen Adapter in Verbindung mit euren Amiga Netzteilen auch dafür benutzen.

Ich hoffe wie immer es war soweit verständlich, ansonsten einfach Fragen (Kommentare, Mail etc.).

Ich wünsche euch nun viel Spass beim eventuellen nachbauen 🙂




TEAC FD-235HF A291 – PC Diskettenlaufwerk / Amiga Umbau

Da in meinem Amiga 600 das Diskettenlaufwerk streikte suchte ich nach Ersatzlaufwerken.

Mit erschrecken musste ich feststellen das die Preise für gebrauchte Laufwerke explodiert sind und man gut und gerne 50€ und mehr auf ebay für Ersatz Laufwerke verlangt.

Ich hatte zwar bisher schon viel gelesen vom Umbau eines PC Floppy Laufwerks zu einem Amiga Laufwerk, aber aus mangelndem Bedarf und fehlender Zeit wagte ich mich bis Dato nicht an den Umbau.

Hier will ich euch nun aber den von mir durchgeführten Umbau des TEAC FD-235HF A291 Diskettenlaufwerks zeigen.

Diese Hilfsmittel habe ich für den Umbau benötigt.

Ich habe die wichtigsten Bestandteile verlinkt um euch die Möglichkeit des Nachkaufes zu ermöglichen.

  1. Lötstation (Station ZD-99)
  2. Lötzinn (Felder ISO-Care 0,5mm Sn62Pb36Ag2)
  3. etwas Flussmittel (Sannol Mini-Fluxer X32-10i)
  4. Entlötlitze (Kontakt Chemie -SOLDABSORB 1,5mm x 1,5m)
  5. Lötspitzenreinger
  6. eine „Dritte“ Hand
  7. etwas Kabel
  8. ein „Null“ Ohm Widerstand 
  9. Skalpell / Cuttermesser / Rasierklinge

 

Löterfahrung ist zwar natürlich wünschenswert, allerdings habe ich davon auch nicht sehr viel, deswegen denke ich das auch Einsteiger diesen Fix bewerkstelligen können.

Hier zuerst mal das Diskettenlaufwerk der Wahl:

Umbau TEAC 235HF A291

img_0694

 

img_0695

 

Als erstes trennen wir mit einem Skalpell / Cuttermesser oder Rasierklinge die vom PIN 34 wegführende Leitung.

Ich habe vorsichtig eingeschnitten und dann 1 mm daneben noch einen Schnitt gemacht um das dazwischenliegende Kupfer dann rauszuhebeln.

teac-hf235-a291_amiga_umbau_floppy_fix

 

Nun Verbinden wir den PIN 34 mit dem PIN 30 mit Hilfe eines Kabelstückchens.

Ich habe das Lötzinn der PIN´s erhitzt und konnte dann das Kabel problemlos anlöten.

teac-hf235-a291_amiga_umbau_floppy_fix_1

 

Nun löten wir am PIN 46 des ICs ein Kabelende an (das war für mich die schwierigste Aufgabe):

Hierbei ist mir Lötzinn zwischen die einzelnen Kontakte geflossen.

Diese habe ich dann mit Hilfe der Entlötlitze wieder reinigen können.

teac-hf235-a291_amiga_umbau_floppy_fix_3

Das andere Ende des Kabels wird an PIN 2 des Floppyanschlusses gelötet.

img_0699

 

Nun noch den vorhandenen Null Ohm Widerstand auf DS1 ablöten und einen neuen Null Ohm Widerstand auf DS0 umlöten.

teac-hf235-a291_amiga_umbau_floppy_fix_4

 

Abschliessend habe ich das Laufwerk getestet und es funktioniert ohne Probleme.

Ich habe dann die gerade umgelötete Platine mit „Tesa“ von oben einmal zugeklebt um die gerade angelöteten Drähte zu schützen.

Lediglich beim benutzen von HD 1,44 MByte Disketten als 880 KByte Disketten am Amiga müsst ihr das zweite Diskettenloch zukleben.

 

 

Umbau Laufwerksknopf:

Nun baute ich das Laufwerk ein und bemerkte das der Laufwerksknopf (Auswurfknopf) nicht passte.

Ich werde versuchen mir demnächst aus Acryl oder Plastik einen passenden Knopf zu feilen.

Quick and Dirty musste aber schnell eine Lösung her.

Also habe ich den vorhandenen Knopf zu recht gefeilt bis er optimal in das Gehäuse des Amiga 600 passte.

img_0714

Er sieht ein wenig verlassen aus, aber es passt und funktioniert 🙂

img_0713

img_0711

 

Ich hoffe es war soweit verständlich, ansonsten einfach Fragen (Kommentare, Mail etc.). Ich wünsche euch nun viel Spass beim nachbauen 🙂




Übersicht aller Dune 2 ähnlichen Echtzeit Strategie Spiele für Classic 68k Amigas

Als Echtzeitstrategiefan hat man auf einem klassischen Amiga eine überschaubare Anzahl an Titeln zur Auswahl. Wenn man jemanden fragt fallen sofort Titel wie „Dune 2“, „Die Siedler“ und „Mega Lo Mania“.

Aber abseits dieser Genreperlen gibt es doch noch ein paar Titel mehr die man auf dem Amiga spielen kann. Einige davon dürften für den einen oder anderen „neu“ sein. Eine meiner Meinung nach vollständige Liste (alphabetisch sortiert) auf dem Amiga will ich euch nicht vorenthalten.

Solltet ihr noch weitere Titel kennen die Veröffentlicht oder angekündigt worden sind lasst es mich Wissen damit ich die Übersicht erweitern kann.

Systemanforderungen und Links (falls vorhanden) habe ich mit eingefügt.

Viel Spaß beim stöbern 🙂

Almagica (Demo eines Warcraft Clones / AGA)

Real Time Games Amiga_1

 

BattleCraft (Shareware Warcraft Umsetzung für Amiga / OCS/ECS / 1MB)

Real Time Games Amiga_2

Calidan (Dune 2 Clone / AGA)
Real Time Games Amiga_3

Dune 2 (ECS/OCS)Real Time Games Amiga_4

Die Siedler (ECS/OCS)
Real Time Games Amiga_5

Exodus (Command and Conquer Clone ab 030/16 Mbyte / AGA)
Real Time Games Amiga_6

Earth 2140 + Missions Pack (060 / 24MB + Grafikkarte)
Real Time Games Amiga_7

Foundations + Erweiterungen (Siedler Clone AGA)
Real Time Games Amiga_8

Homeland (Demo)
Real Time Games Amiga_9

Mega Lo Mania (ECS/OCS)
Real Time Games Amiga_10

Moonbases (AGA)
Real Time Games Amiga_11

Napalm (AGA/16MB)
Real Time Games Amiga_12

Open Red Alert (Command and Conquer – Red Alert für Amiga / Graka /040/AHI)
Real Time Games Amiga_13

Tiny Troops (ECS/OCS /1MB)
Real Time Games Amiga_14

Shapeshifter (Mac Emultaion am Amiga) Spiele

Siedler 2 (040/AGA & Shapeshifter)
Real Time Games Amiga_15

Warcraft 1 (040/AGA & Shapeshifter)
Real Time Games Amiga_16

Warcraft 2 (040/AGA & Shapeshifter)
Real Time Games Amiga_17

Modifikationen

Dune 2 – Spice Obsession Mod (Mod für Dune 2 / ECS/OCS 1MB)
Real Time Games Amiga_18

Unreleased

Forgotten Forever (C&C Clone /4MB / AGA)

Real Time Games Amiga_19

Die Völker (Siedler ähnliches Spiel / AGA)
Real Time Games Amiga_20

Maim and Mangle (3D Echtzeit Strategie / 040 /AGA)
Real Time Games Amiga_21

Mega Lo Mania 2Real Time Games Amiga_23

Operation Counterstrike (060/AGA)
Real Time Games Amiga_22

Z (AGA)
Interview Bitmap Brothers Part 1
Interview Bitmap Brothers Part 2
Real Time Games Amiga_23

Patches

Moonbases Patches




Shapeshifter (Macintosh Betriebssystem, Spiele und Anwendungen auf dem Amiga) Tutorial – Teil 1

Der Amiga war seinerzeit eine starke Maschine mit ausgeklügelter Hardware. Interessanterweise unterschied sich die Hardware in einigen Teilen nicht von der eines Apple Macintosh.

Dieser Umstand wurde sich zu Nutze gemacht um das Mac OS auf dem Amiga zu starten.

Warum sollte man dies tun werden sich einige fragen, nun die Antwort ist relativ simpel, viele Anwendungen (Photoshop…) oder Spiele (zb. Civilization 2, Die Siedler 2, Star Wars Rebel Assult  uvm.) haben es nicht auf den Amiga geschafft, sind aber dank Emulation sehr gut auf dem Amiga spielbar.

Als Beispiel hier ein älteres Video von mir mit Civilization 2 auf meinem Amiga 1200 unter Shapeshifter:

Das bekannteste und am weitesten Entwickelte Programm war Shapeshifter. Dieses wird hier nun im ersten Teil des Tutorials Schritt für Schritt erklärt.

How-To, Shapeshifter erster Start

Wer noch nie mit Emulatoren zu tun hatte, wird sich etwas schwer tun, gleich die richtigen Einstellungen vorzunehmen. Damit Euch das Gleiche nicht auch passiert wie mir damals, habe ich dieses kleine HowTo gemacht, das keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Es soll nur eine kleine Hilfestellung für den schnelleren Einstieg sein.

Shapeshifters Dokumentation ist zwar sehr gut und ich würde auch empfehlen diese ausgiebig zu studieren, doch hatte ich an der einen oder anderen Stelle trotzdem so meine Probleme. Am Anfang ohne viele Kenntnisse über das Mac Betriebsystem ist es eben schwer. Ich beziehe mich also im folgenden auch immer wieder auf die Shapeshifter Dokumentation.

Laut Doku unterstützt Shapeshifter MacOS 7.1 – 8.1, allerdings habe ich 8.1 nie wirklich zum Laufen bekommen, auf Fusion 3.2 dagegen schon. Nichts desto trotz ist Shapeshifter neben Fusion wenn nicht der beste Mac Emulator auf dem Amiga. Basilisk, der Nachfolger von Shapeshifter ist bis Version 0.9 für den 68 k Amiga erhältlich, meines Erachtens ein Rückschritt. Shapeshifter läuft bei Weitem stabiler und schneller. Die PC Version von Basilisk ist dagegen erheblich weiter entwickelt und sehr gut zu nennen. Die letzte Version von Shapeshifter für den Amiga ist die Version 3.11 Shapeshifter.lha und im Aminet beziehbar. Hier mal der Link:

http://aminet.net/misc/emu/ShapeShifter.lha

Wenn wir uns das File besorgt haben, brauchen wir als Erstes ein Romfile. Genau wie der Amiga besass der Mac ein Rom, das die grundlegenden Systemfunktionen beinhaltet und er überhaupt starten kann. Das kann man sich sehr einfach beschaffen, wenn man einen MAC hat, es mit dem Programm „SaveRom“ aus dem Shapeshifter Verzeichnis ausliest und eine Datei davon erstellt. – Siehe auch Shapeshifter Doku: Installation des Macintosh Roms

In Ermangelung echter Hardware bleibt nur der Hinweis auf das konsequente Nutzen und Beherrschen der Suchfunktion. – Oder anders ausgedrückt: „wer suchet, der findet…“

Die Romdatei wird nun ins Shapeshifter Verzeichnis kopiert, wo schon eine Datei namens Shapeshifter Rom existiert, die aber leer ist und durch diese ersetzt. Wichtig, die Datei muß hinterher auch noch Shapeshifter Rom heissen, sonst kann Shapeshifter das Rom nicht finden. – Der erste und wichtigste Schritt ist also getan. Beim Rom gilt es noch zu beachten, das es im Wesentlichen 512 KB Roms und 1 MB Roms gab und auch noch verschiedene Typen für die verschiedenen Mac Modelle: LC, LCII, LCIII, LC475, Mac, MacII, MacIIcx, MacIIvx, Cetris, Performa, Quadra. Die Liste ist wahrscheinlich nicht vollständig.

Im Allgemeinen arbeitet die Emulation mit 1 MB Roms auf 68060 Prozessoren am Besten, auf 030er kann man dagegen die 512 KB Roms besser nutzen. Bei den Roms muß man ggf. ausprobieren welches funktioniert. Es sollten eigentlich alle Performa, Cetris und Quadra Roms mit der Emulation laufen, aber ich hatte auch schon welche mit falscher Prüfsumme. Die Roms von Powermacs funktionieren mit der Emulation dagegen nicht. Sehr empfehlen kann ich Quadra und Performa Roms, ich hatte nie Probleme damit.

Als nächstes brauchen wir ein System Startimage, oder eine System Diskette, um überhaupt ein rudimentäres Betriebsystem starten zu können. Wer noch einen älteren Mac zu Hause hat, hat vielleicht noch Startdisketten, die verwendet werden können. – Aber hier wird es eventuell schwierig, nicht jeder hat im Amiga ein HD Floppy Laufwerk, da die Mac System Disketten 1.44 MB groß sind. – Nun, um diese ganzen Schwierigkeiten zu umgehen, lädt man sich das von Apple freigegebene System 7 einfach aus dem Netz herunter. Auf dieses Image- oder Diskfile kann man dann von Shapeshifter aus sehr einfach zugreifen. Damit umgeht man elegant den mühsamen und umständlichen Diskettenkrempel.

Bei Knubbelmac.de z. B, kann man Bootimages des System 7 bekommen:

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_1

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_2

Hier die Links dazu:

http://dl.knubbelmac.de/disk-images/system7/nad75.zip

http://dl.knubbelmac.de/disk-images/tooldisk.zip

Die Zip Dateien „nad75.zip“ und „tooldisc.zip“ muss man jetzt nur noch entpacken und erhält sogenannte „.img“ Files, also Image Dateien, die von Shapeshifter problemlos angesprochen werden können. Mit der NetworkAccessDisc und der ToolDisk hat man für den ersten Start von Shapeshifter alles was man braucht. Damit lassen sich auch CD Rom Laufwerke ansprechen und mit dem Stuffit Expander auf der Tooldisk Mac Files entpacken. Siehe untere Bilder:

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_3

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_4

Was das komplette System 7.5.3 betrifft, muß man leider ein 19 teiliges SMI Image (17 MB) vom Link des Apple Servers auf Knubbelmac.de unter Themen/System7/ herunterladen, was aber nicht zu funktionieren scheint, nur das erste File ist downloadable, bei den anderen kommt ein „File not Found Error“, sodaß mir auch hier nur der Hinweis auf andere Seiten verbleibt.

Aber es gibt noch eine weitere Möglichkeit. Anders als der Amiga kann ein echter Mac direkt von CD Rom starten, so auch Shapeshifter! Wer also in der glücklichen Lage ist, eine bootfähige Mac System CD zu besitzen, bootet einfach von der CD Rom hoch und installiert von da aus das System auf eine Mac formatierte AmigaDOS Partition.

Zunächst müssen wir uns dazu durchringen, ein paar lästige aber notwendige Einstellungen zu machen:

Erste Einstellungen:

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_5

Beim Doppelklick auf das Shapeshifter Icon öffnet sich ein Einstellungsfenster, in dem man nun alle relevanten Eintragungen vornehmen kann.

Registerkarte Grafik:

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_6

Hier sollte man für den Anfang eine nicht zu hohe Auflösung wählen und mit 8 Bit Farbtiefe in 640x480beginnen. Wer eine Grafikkarte unter P96 oder CGFX hat, kann den eingebauten schnellen P96 Treiber von Shapeshifter nutzen. Wer nur AGA zur Verfügung hat, muß hier einen Palmode o. ä. auswählen. Die anderen Einstellmöglichkeiten wie Refresh usw. kann man zunächst vernachlässigen. Es gibt außerdem eine ganze Reihe an alternativen Shapeshifter Videotreibern für AGA und P96/CGFX im Aminet, die man über die Auswahl „externer Treiber“ nutzen kann.

Registerkarte Datenträger:

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_7

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_8

Die wohl wichtigsten Einstellungen. Da wir von einer Filedisk starten wollen, müssen wir oben im FileDisk 1 Requester die entsprechende Disk, also „nad75.img“ auswählen. Darunter unter FileDisk 2 wählen wir analog die Filedisk „Tooldisk.img“ aus. Will man eine Festplatte oder eine Partition als echte Festplatte für den Mac einrichten, muss man unter DeviceDisk 1 und 2 die entsprechenden AmigDOS Partitionen auswählen. Shapeshifter trägt dann automatisch die Werte ein. Zunächst wählen wir aber bei „Starten von“, die „FileDisk 1“ aus, da wir ja von einer Filedisc starten wollen.

Diskettenlaufwerke:

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_9

Den Einsteller können wir in unserem Fall beiseite lassen, da wir eine Filedisk nutzen.

SCSI:

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_10
Hier müssen wir die Device Nummer angeschlossener Festplatten und CD Laufwerke eintragen sowie die korrekte Bezeichnung des Devices z. „scsi.device“, je nachdem was man für einen Controller bzw. Device hat, muss man das entsprechend ändern. Will man z. b. ein CD Rom Laufwerk ansprechen, muss man die Amiga Unit Nummer des Laufwerks anhaken, analog bei Festplatten. Den Speichertyp kann man auf egal lassen und den generischen CDrom Treiber anhaken, die übrigen Einstellungen erstmal unberücksichtigt lassen. Mit dem generischen CDRom Treiber sollten sehr viele Geräte laufen. Man kann oder muss im problematischen Einzelfall aber auch den im Archiv vorhandenen EMPCD Treiber nutzen, genaueres siehe Shapeshifter Doku.

Speicher:

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_11

Hier hakt man am Besten „Größter freier Block“ und „Mac Rom Speicher zuerst belegen“ an. Größter freier Block deshalb, weil der Mac nur zusammenhängende Speicherbereiche nutzen kann. Mac Rom Speicher zuerst, damit das Rom nicht eventuell im langsamen Chipram landet. Diese Config erlaubt die schnellste Emulation.

Seriell:

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_12
Hier muss man auch erstmal nichts einstellen.

Netzwerk:

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_13
Hier kann man den eventuell vorhanden Netzwerktreiber in Devs: auswählen, um später Internet und Netzwerk einrichten zu können.

Sonstiges:

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_14

Hier empfiehlt es sich, bei „Maus direkt abfragen“ und „Tonausgabe ein“ einen Haken zu setzen. Man kann zwar auch AHI, so vorhanden, nutzen, aber AHI bremst gerade auf langsameren Maschinen die Emulation ziemlich aus. Am Besten fährt man hier mit Paula Modes, weil sie einfach schneller sind. Zum Schluss das Speichern nicht vergessen, sonst muss man alle Eintragungen beim nächsten Start wieder neu machen.

Damit Shapeshifter nun endlich starten kann, muss man noch eine kleine Änderung in der Startup-Sequence durchführen. Das Shapeshifter beigelegte Tool „PrepareEmul“ muß nach C: kopiert und an erster Stelle in der Startup-Sequence aufgerufen werden, damit der Mac Speicher ab $2000 beginnen kann. Eventuell kann es hier zu Problemen kommen und es muß z. B. beim A 1200 mit einer Blizzard Turbokarte statt „PrepareEmul“ „PrepareEmul A1200“ eingetragen werden, wenn der Amiga nicht startet. Bei Start Problemen, siehe Shapeshifter Doku zu PrepareEmul. Nach Möglichkeit sollten auch nicht allzu viele Grafik Patches im System laufen. Wenn man einen Softkicker wie Blizzkick benutzt, kann man als Alternative zu PrepareEmul auch das Modul „FusionReserve“ aus dem Blizzkick Archiv laden, damit laufen sowohl Shapeshifter als auch Fusion, mit PrepareEmul nur Shapeshifter. Siehe untere Bilder, Beispiele verschiedener Startup-Sequences:

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_15

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_16

Hierzu noch eine wichtige Ergänzung von thorfdbg (a1k):

Zitat:
Zitat von thorfdbg Beitrag anzeigen

Die „PrepareEmul“ Funktion kann man heutzutage auch durch MuMove4K ersetzen (MuTools, Aminet), dann ist alles aus einem Guss. Typischerweise also

MuMove4K Prepareemul

oder

MuMuve4K Prepareemul A1200

je nach Modell. Dann kann man noch ein MuFastZero hinterherschieben, wodurch der ganze untere Speicherbereich, den MacOs braucht, noch ins FastROM wandert.

Das wäre geschafft!

Nach einem hoffentlich erfolgreichem Reboot des Amigas und einem Klick auf den Start Button sollte Shapeshifter jetzt von der Filedisk hochfahren. Filedisks sind eine feine Sache, da man nichts auf der Festplatte partitionieren muß, allerdings gibt es da einen kleinen Haken. Filedisks sind langsamer als ein echtes Festplatten Filesystem und mit zunehmender Grösse wird man gezwungen sein Extra Buffer für die amigaDos Partition zu vergeben, wo diese draufliegt. Wieviel ist abhängig vom Filesystem das verwendet wird und auch davon, welcher IDEcontroller in einem bestimmten Amigamodell Verwendung findet. Hier kann man keine pauschalen Angaben machen. Da heißt es ausprobieren. Ich selbst muß bei meiner FFS Partition mit einer 1,5 GB großen Filedisk in etwa 32000 Buffer vergeben, um auf die gleiche Geschwindigkeit einer gleichgroßen Devicedisk zu kommen. Das kann natürlich bei einer anderen Hardwareconfig und einem schnelleren Filesystem vollständig anders sein. In vielen Fällen wird aber das Anlegen einer Devicedisk statt einer Filedisk die bessere Option sein, zumal das vergeben von extra Puffern im Einzelfall extrem viel Speicher kosten kann. Um einer Partition extra Puffer bereitzustellen gibt man in einer Shell folgendes ein:

addbuffers DH0: 3000

In diesem Fall erhält die Platte oder Partition DH0: 3000 zusätzliche Buffer. Diese zusätzlichen Buffer erkauft man sich durch dann deutlich weniger Fastram. Ab einer gewissen Grösse der Disk wird es natürlich unrentabel und man sollte lieber zur Devicedisk übergehen.

Auch noch sehr wichtig, bei grossen FileDisks sollte die AmigaDOS Partition auf der die Disk liegt nicht zu sehr fragmentiert sein, das bremst gerade bei größeren FileDisks die Performance stark aus.

Hatte man schon vorher unter „Devicedisk“ der Registerkarte Datenträger eine AmigaDos Partition ausgewählt und gespeichert, erscheint jetzt beim Start von Shapeshifter mit der Filedisk ein Fenster auf dem Schirm, wo man gefragt wird, ob man die unbekannte Partition formatieren will. Bei einem Klick auf „initialize“ wird die AmigaDOS Partition jetzt mit dem Mac Filesystem HFS formatiert. Aber Vorsicht, wenn man irrtümlich eine Partition ausgewählt hatte, auf der noch Amiga Daten vorhanden waren, sind die nach dieser Formatierung erstmal futsch. – Also gut aufpassen!

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_17
Hat man die Formatierung der Partition erfolgreich beendet, kann man sie als Mac Platte verwenden und darauf Software oder System Software installieren.

Was man man auch noch machen sollte, ist auf der Amiga Seite in der HDToolBox das Häkchen bei „Partition automatisch anmelden“ für diese „MacPartition“ zu entfernen, damit sich das System nicht mehr weiter darum kümmern muss, da sie ja nur noch vom Mac genutzt wird, siehe untere Bilder:

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_18

Amiga Shapeshifter Tutorial Classic Spiel_20
So ich hoffe, diese kleine und nicht vollständige stark vereinfachte Einführung hilft ein wenig, es als Neuling mit Shapeshifter einmal zu versuchen, weise aber darauf hin, auch die Shapeshifter Dokumentation ausführlich zu studieren. Dann auf gutes Gelingen!

Danke an JoachimA aus dem a1k Forum der dieses Tutorial dort erstellt hat!

In einem 2. Teil des Shapeshifter Tutorials wird es um essentielle Tools gehen, um dem emulierten Mac durch Programme Leben einzuhauchen.

 




Über 80 Tools und Software die jeder Classic Amiga User kennen sollte

 

Über 80 Tools und Software die jeder Classic Amiga User kennen sollte.

Hi,

das Hauptproblem beim Amiga ist, die richtige Software für die richtige Anwendung zu finden. Diesen Umstand will ich nun ein wenig ändern und eine Sammlung an Software-Links erstellen die wirklich nützlich und/oder wichtig sind. Die hier vorgestellten Programme habe ich entweder selber schon genutzt oder gutes von dem Programm gehört.

Solltet ihr auch noch Ideen bzw. Vorschläge dazu haben, einfach in den Kommentaren posten oder per Mail.

Betriebssystem:

Amikit for Real Amigas (Re-Konfiguriertes Betriebssystem mit modernen Features (Original Workbench ist Voraussetzung))Das Beliebte Betriebssystem für den PC nun zurück portiert auf den Amiga
AmigaSYS (Re-Konfiguriertes Betriebssystem mit modernen Features (Original Workbench ist Voraussetzung))
BetterWB (Re-Konfiguriertes Betriebssystem mit modernen Features (Original Workbench ist Voraussetzung))
Classic Workbench (Re-Konfiguriertes Betriebssystem mit modernen Features (Original Workbench ist Voraussetzung))
Workbench 3.1 (das Standard Betriebssystem des Amiga)
Workbench 3.9 (letzte Version des Betriebssystems für alle Amiga ohne PPC)
Workbench 4.0 (aktuelle Workbench Version für PowerPC Classic Amigas [erhältlich bei diversen Amiga Händlern])

System:

Anaiis (USB Stack für Classic Systeme ohne Turbokarte)
ADFBlitzer (einfaches und gutes Programm zum ADF schreiben und lesen)
BlitzBlank (sehr guter umfangreicher Screensaver)
BlazeWCP (beschleunigt den Bildaufbau extrem bei einigen Spielen)
Diskimage.m68k (virtuelle Laufwerke mounten zb. ADF,DMS,ISO,CUE uvm)
DupeFinder (Suchprogramm für doppelte Dateien auf dem Amiga)
EjectCD (CD Auswurf auf Knopfdruck)
fblit (Kopiert Chipram Dateien in das schnelle Fastram)
IDEFix97 (IDE Treiber für CD-Roms, Festplatten, CD32 Emulator uvm.)
IconBeFast (Beschleunigter Aufbau der Workbench Icons)
Lha 2.15 (das Standard PackFormat für den Amiga, MUSS man haben)
MUI3.8 (MagicUserInterface-Vorraussetzung für viele Programme)
Meridian (öffnet Programme oder Aktionen durch Mausgesten)
MagicMenu (die Workbench Arbeitsleiste auf der rechten Maustaste (sehr gut)
MReset (Resten auf Knopfdruck)
NoClick (beendet das Klicken des Laufwerks im Workbench Betrieb)
Poseidon (USB Stack für Classic Amigas ab 68030 Prozessor)
packmaster128 (entpacken und packen mit bequemer Benutzeroberfläche)
Reset (Amiga Reseten auf Knopfdruck)
SRename (viele Dateien auf einmal umbenennen)
StopMenü (konfigurierbare Taskbar für den Amiga)
Sufferer (viele Dateien auf einmal umbenennen)
SnoopDos (umfangreicher Systemmonitor, kann Systemaktivitäten aufzeichnen)
Simplefind (Dateien auf dem Amiga suchen)
SGrab (Bildschormabdruck als Datei speichern)
tsgui (ADFs und HDFs schreiben und lesen)
ToolsDeamon (Programme in das Pulldownmenü der Workbench einfügen)
WildClick (beendet das Klicken des Laufwerks im Workbench Betrieb)

 

Spiele/Games:

AG-Launch (WHDLoad Spiele ohne Startup Sequence starten, mit Amiga Guide)
HRTMon (Software ActionReplay für A1200,A3000,A4000)
ScummVM_AGA (Spielen aller LucasArts Spiele (auch PC) am Amiga)
ScummVM_ECS (Spielen aller LucasArts Spiele (auch PC) am Amiga)
Sheep (ein Schaaf läuft über den Workbench Bildschirm *fun*)
WHDLoad (das ultimative Tool für alle Classic Spiele, ein MUSS)

Office

AmiWriter (Textverarbeitung)
AmiAtlas 6 (aktuelle Version des Routenplaners mit stetigen Updates)
Art Effect 4 (Bildbearbeitung)
Anno (Terminkalender für den Amiga)
CygnusED (sehr guter aktueller Texteditor für Amiga)
CDCat (Katalogisierungsprogramm für CDs,Disketten etc.)
FinalWriter (Textverarbeitung)
fxPaint (Bildbearbeitung am Amiga)
iBatch (moderner Bildorganisator mit ständigen Updates)
Language Teacher 1.8 (Vokabeltrainer)
MathTeacher (Mathe Trainer für Amiga)
MapleV r3 (komplexes Algebra Programm für den Amiga)
Pagestream (Bildbearbeitung)
Perfect Paint (24bit Bildbearbeitung)
PPaint 7.1c (Cloantos Malprogramm für den Amiga)
Photogenics (Bildbearbeitung am Amiga)
Picture Manager (organisieren von Bildern)
TurboCalc (Tabellenkalkulation)
Wordworth (Textverarbeitung)
XiPaint (Malprogramm für Amigas mit Grafikkarte)
YAM (E-Mail Programm für den Amiga)

Internet

AWeb (Internet Browser für Classic Amiga)
Genesis (TCP/IP Stack für Internet Verbindung Voraussetzung)
IBrowse (populärster Internt Browser für Classic Amigas)
MiamiDX (TCP/IP Stack für Internet Verbindung Voraussetzung)
Roadshow Neuer kommerzieller TCP/IP Stack von APC&TCP

Musik

AmigaAMP (sehr guter MusikPlayer, angelehnt an “WinAMP” vom PC)
AmigaAMP3.18 (Topaktuelle Version unterstütz auch die Prisma MegaMix)
AMPlifier (sehr guter MPEG Audio Player)
Amipodder (Freeware Podcast Client für Classic Amigas)
DigiBooster 3 Pro (Musik Produzieren am Amiga wird stetig weiterentwickelt)
Diamond GUI (sehr gute GUI für MPEGA)
playOGG (ebenfalls sehr guter Player für OGG Vorbis, MP3, AC3, SID, SAP uvm)

Brennprogramm

Frying Pan (CD Brennprogramm für den Amiga)
MakeCD 3.2 (CD Brennprogramm für den Amiga)

DatenDiskettenFestplatte

DirOpus 4.16 (sehr guter Dateimanager)
Directory Opus 5.5 (sehr guter Dateimanager)
Diavolo Backup 2000 (Datensicherung per Mausklick)
NewFilemaster 3.2 (sehr guter Dateimanager)
X-Copy X-Mas Edition 93 (Programm zum kopieren von Disketten)

Netzwerk

Ncomm 3.06 (kleines Netzwerkprogramm für Amiga)
RC-FTPd (FTP Server für Amiga)
Term 4.8 (umfangreiches Netzwerkprogramm für Amiga)
TwinVNC (Fernwartungstool –AmigaFuture Artikel– dazu)

Systeminformationen

AIBB 6.5 (Standart Amiga Benchmark Programm)
SysInfo 3.24 (gibt sehr Detailierte Systeminformationen)
SysInfo 4.0 (neue Version nach 19 Jahren! Unter anderem sind die Produkte von Individual Computers (ACA) eingepflegt)
SnoopDos (SystemMonitor)
WhichAmiga (zeigt die Konfiguration des Amiga)

Antiviren

VirusZ III (gutes Antivirenprogramm für den Amiga)
Virus Checker II (Virenprogramm mit Hintergrundüberwachung)
VT (besonders hohe Virenerkennung)

Patches/Treiber

3c589 (Treiber für 3Com Etherlink III PCMCIA Netzwerkkarten)
CFD (Treiber um Compact FLash Karten im PCMCIA Slot zu benutzen)
Datatypes Libary45.4 (datatypes.library in Version 45.4)
FFS 43.20 (FastFileSystem in Version 43.20)
HighGFX Treiber (Treiber für AGA und ECS für Auflösungen bis zu 1024 x 768)
IconLib_46.4 (beschleunigt die Glow Icons enorm, Voraussetzung, WB3.1 + SetPatch und wb.lib v44+ for GlowIcons)
Installer 43.3 (ganz wichtiges Update des Installers)
prism2 (Treiber für viele PCMCIA WLan Karten)
SetPatch43.6b (SetPatch Command in Version 43.6b)
SCSI IDE 43.24 (scsi.device in Version 43.24)

Sollten euch diese Links gefallen haben und / oder ihr habt weitere interessante Links bzw. Softwarevorschläge hinterlasst einfach ein Kommentar.




Amiga 500/600/1200 Netzteil Umbau / Reparatur für Anfänger – Schritt für Schritt Tutorial / Anleitung

Amiga 500/600/1200 Netzteil Umbau / Reparatur für Anfänger – Schritt für Schritt Tutorial / Anleitung

 

Es gibt zwei Hauptprobleme bei Classic Amigas. Problem Nr.1 sind die auslaufenden Elkos und Problem Nr.2 sind zu schwache, kaputte oder teildefekte Netzteile (PSU’s) für unser Freundin.

Problem Nr.2 wollen wir uns heute widmen.

Im folgenden findet ihr eine Schritt für Schritt Anleitung mit vielen Bildern.

 

Die Nutzung dieser Anleitung geschieht auf eigene Gefahr. Bitte setzt dieses Tutorial nur um wenn ihr euch grundlegend mit Elektronik auskennt.

 

Dabei werden aktuell erhältliche Komponenten benutzt, welche ich unter dem Artikel verlinke.

Wir bauen in diesem Tutorial in das Gehäuse eines alten defekten Commodore AmigaNetzteils, ein aktuelles Pico PSU (NT) ein.

Wichtig: Bitte macht den Umbau mit äußerster Vorsicht, und nie mit eingestecktem Stromstecker arbeiten.

“Erdet” euch vorher und zwischendurch (zum Beispiel am Heizkörperrohr)

 

Was wird benötigt:

 

Folgende Werkzeuge werden benötigt:

– scharfes Messer (zum abisolieren der Kabelenden)

– Schere oder kleine Zange (zum abschneiden der Kabel)

– Stromprüfer (zum Aufschrauben des alten Netzteils)

 

Folgende Materialien werden benötigt:

– Netzteil: VLT60-3000 Ebay Link 

– Lüsterklemmen: Ebay Link

– Schrumpfschaluch (zur Not: Isolierband / Panzertape)

– Multimeter (nicht zwingend, aber empfohlen) (falls nicht vorhanden) zb. DT-830B (Ebay Link)

Gesamtkosten ca. 20€

 

 

Solch ein Netzteil von Commodore wird modernisiert.

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (4)

 

So sieht es nach dem Abschrauben des Deckels aus.

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (5)

Hier folgen Detailaufnahmen des alten Netzteils

Gut zu erkennen, in unserem Fall sind die Kabel des Netzteils wie folg belegt:

Rotes Kabel  = +5 Volt Leitung

Schwarzes Kabel = GND (also Masse)

Braunes Kabel = +12 Volt Leitung

Weisses Kabel = -12 Volt Leitung

Gelbes Kabel = Masse Kabel

Wichtig: Bevor ihr die Kabel abschneidet vom alten Netzteil, schreibt euch die Belegung unbedingt auf, da eure Kabel ggf. andere Farben haben können!!!

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (6)

Sollte bei euch die Beschriftung fehlen, könnt ihr anhand folgender Grafik (danke an milfos) die Kabel mit Hilfe des Multimeters selbst bestimmen.

Amiga_power_ connector_ pinout

Hier seht ihr den Anschluss des Stromführenden Kabels am alten Netzteil.

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (7)

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (8)

Hier ist wieder wichtig sich ebenfalls die Kabel zu merken:

Braunes Kabel = Spannungsführend

(Der Buchstabe “L” bezeichnet dabei den Außenleiter, welcher spannungsführendend ist)

Blaues Kabel = Neutralleiter

Der Buchstabe “N” bezeichnet dagegen den Neutralleiter, welcher ohne Spannung ist und auf gleichem Potenzial mit dem Schutzleiter liegt.

Grün Gelbes Kabel = Schutzleiter

(ich nenn es immer Masse oder Erdung)

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (9)

Hier seht ihr jetzt noch mal das Micro Netzteil welches eingebaut werden soll

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (3)

Der breiteste Stecker der auf dem neuem Netzteil steckt wird nun vom Netzteil gezogen, und entsprechend lang abgeschnitten.

Die Belegung des Netzteils ist wie folgt:

Schwarz = +12 Volt

Blau = -12 Volt

2 Weisse Kabel = Masse

2 Rote Kabel = +5 Volt

Wichtig: Die Kabel  können bei euch andere Farben haben!!! Aber die Belegung ist bei diesen Netzteilen immer Identisch. Das bedeutet das Pin1 +12 Volt, Pin 2 -12Volt, Pin 3&4 =Masse, und Pin 5&6 +5 Volt sind.

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (10)

Hier nochmal deutlich Beschriftet für euch

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (10)_1

Nun geht es ums eingemachte ;)

Wir wissen das:

Rotes Kabel (Amigaseitig) = +5Volt waren

&

2 Rote Kabel am Netzteilanschluss auch +5Volt sind.

Nun verbinden wir die beiden +5 Volt Leitungen mit der +5Volt Leitung des Amiga Kabels.

Ich habe das mittels Lüsterklemmen gelöst.

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (11)

So arbeiten wir uns durch die einzelnen Kabel durch bis alle verbunden sind.

Bei mir ist es wie folgt:

Braun (Amiga) an Schwarz (PSU) = +12 Volt

Weiss (Amiga) an Blau (PSU) = -12 Volt

Schwarz (Amiga) an 2 x Weiss (PSU) = Masse

Rot (Amiga) an 2 x Rot (PSU) = +5 Volt

Gelbes Kabel (Amiga) an Masse Anschluss (Stecker am Netzteil) [nicht auf dem Bild, aber weiter unten)

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (12)

Nun schneiden wir das andere Kabel so ab das es wie folgt aussieht

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (13)

Hier seht ihr nun wie das Gelbe Kabel (Amiga) an das Gelb Grüne Kabel (Netzteil Stecker angeklemmt wurde)

Weiterhin wurde der Schutzleiter (Gelb Grünes Kabel vom Stromkabel per Schraube und Mutter (vom alten Netzteil) an dem neuem Netzteil befestigt.

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (14)

Nun kommen wir schon in die Endphase des Umbaus.

Vom abgeschnittenen alten Schalter müssen wir nun das Kabel welches am untersten Ende vom Schalter ist mit dem Braunen Kabel verbinden.

Den zweiten Anschluss am alten Schalter verbinden wir mit dem Braunen Kabel des Netzteil Steckers.

Den Blauen Kabel (Amiga) verbinden wir mit dem Blauen Kabel des Netzteil Steckers.

Also:

Braun (Amiga) an untersten Kabel _schwarz_ (Schalter) = (Außenleiter 220Volt)

_schwarzes_Kabel (Schalter) an Braunes Kabel (Netzteilstecker)

Blaues Kabel (Amiga) an Blaues Kabel (Netzteilstecker) (Neutralleiter)

Zur Erklärung, der Schalter unterbricht die Spannungsführende Leitung womit es möglich ist das Netzteil wie gewohnt, Ein und Aus zu schalten.

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (15)_1

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (15)

Nun hatte ich ein Problem.

Da es ein Schaltnetzteil ist, wurde mir trotz eingeschaltetem Zustand keine Werte am Multimeter angezeigt.

Ich musste mir also selbst vertrauen und einen “Test Amiga” nutzen. Denn nur wenn ein Verbraucher am Netzteil hängt führt dieses die Spannung zur Steckverbindung.

Als Multimeter kam folgendes Modell mit folgender Schalterstellung zum Einsatz:

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (29)

Nun der Test ob der Amiga anläuft:

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (17)

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (16)

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (28)

Siehe da, alles richtig gemacht. Der Amiga 600 läuft ohne Probleme an.

Auch der voll aufgerüstete Amiga 1200 läuft problemlos:

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (18)

Das SCSI Laufwerk funktioniert natürlich auch.

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (19)

Nun, da ein Endverbraucher am Netzteil hängt, können wir die Spannungen prüfen:

Hier seht ihr wie ihr den Multimeter richtig verbindet.

Das Schwarze Kabel muss an die Masse des Netzteils.

Mit dem Roten Kabel könnt ihr dann die Steckerleiste durchgehen und Messen.

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (27)

Pin 1 = +12,3 Volt

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (23)

Pin 2 = -11,6 Volt

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (24)

Pin 5 = +5Volt

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (25)

Pin 6 natürlich auch +5 Volt

Pin 3+4 zeigen natürlich 0 an (weil Masseanschluss)

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (26)

Wichtig bevor ihr alles zusammen baut, die einzelnen Lüsterklemmen noch unbedingt isolieren.

Ich habe (da nichts anderes zur Hand) graues Panzertape dafür genommen.

So sieht das ganze im Netzteilgehäuse des Commodore Amiga dann aus.

Ich hätte die Kabel noch kürzen können, aber das wusste ich am Anfang nicht, von daher habe ich sie lieber etwas länger gelassen.

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (20)

Der Deckel passt. Und euer defektes Netzteil hat nun viel mehr Power als jedes andere Desktop Commodore Netzteil zuvor.

Wenn ich richtig gemessen habe, habe ich nun auf der 5Volt Leitung um die 10 Ampere. (vorher 2,5 Ampere)

AmigaNetzteilUmbau_Amiga68k (21)

Ich hoffe es war soweit verständlich und hilft uns allen dabei das Hobby AMIGA noch lange weiter betreiben zu können.




Aufbau der A500plus Speichererweiterung für den A500+

Im a1k.org forum gab es kürzlich eine Sammelbestellung für eine Speichererweiterung für den Amiga 500+

Sammelbestellung im a1k.org

Die Platinen und Bauteile hat man über Halbvier und AmigaFuture1000 bekommen.

Hier nun zu dem Aufbau der Platine.

In dem Paket findet man folgendes:

1x Platine
2x DRAM
1x 10nF
2x 100nF
2x Kerko 22µF
14x 33R

Bei den Bauteilen handelt es sich überwiegend um die SMD Größe  0805, dafür sollte man eine ruhige Hand und etwas Übung mit bringen.
Die Leerplatine von vorne und hinten:

A501plus-2-210x300 A501plus-1-224x300

 

Ich beginne mit der Rückseite der Platine, diese wird mit 6 Widerständen 33R bestückt.
Danach geht es auf der Vorderseite weiter, hier bestücke ich dann erstmal die restlichen 8 Widerstände, so wie alle Restlichen Kondensatoren.
Durch den Bestückungsdruck geschieht dies ohne weitere Probleme.

A501plus-3-e1396430067872-300x223

Zu guter letzt löte ich den Speicher auf. Hier ist Pin 1 auf der Platine mit einem Punkt gekennzeichnet. Der sich so auch auf dem RAM bei der Kerbe wieder findet.
Beim Speicher auflöten sehe ich die grössten Fehlerquellen. Hier muss man dann genau Arbeiten und darauf achten, das  keine Lötbrücken entstehen. Ich persönlich erhitze immer das Pad und gebe dann Lötzinn hinzu. Das ganze sieht dann so aus:

A501plus-4-300x187 A501plus-5-300x135

Sollte doch sich doch eine Lötbrücke bilden, so entfernt man die am besten mit einer Entlötlitze.
Dann noch die Stiftleiste anlöten und fertig ist die Speichererweiterung für den A500+

A501plus-7-300x179 A501plus-6-300x214

Zur Speichererweiterung selbst gibt es nicht viel sagen, sie spendiert dem Amiga 500+ zusätzlichen 1MB ChipMem. Das ohne Jumper oder jegliche andere Konfiguration. Jedoch aufpassen, diese Erweiterung funktioniert nur im Amiga 500+ !!!




Amiga WLan Tutorial

Amiga WLan Tutorial

– Amiga WLan Verbindung –

Diese Anleitung ist sehr ausführlich geschrieben und sieht vom Umfang natürlich erdrückend aus. Allerdings ist es halb so schlimm denn ich habe wirklich versucht alles zu erklären und mit einzuschreiben. Ich empfehle diese Anleitung auszudrucken (Downloadbereich) und anschliessend mit der Konfiguration zu beginnen.

Mit aufkommen immer schnellerer Verbindungen und WLan – fähigen Routern wollten natürlich auch Amiga Nutzer diese Möglichkeit der Verbindung mit dem Internet nicht verpassen und so ist es mittlerweile für alle Amiga mit WLan Adapter (zb. per PCMCIA Steckplatz) möglich sich mit dem Internet zu verbinden.

Eines sei Vorweg gesagt, mir ist momentan keine “einfache” Lösung bekannt den Amiga per WPA/WPA2 Sicherung ins Internet zu bringen. So das ich mich mit dieser Anleitung auf ein “nicht gesichertes” Netzwerk beziehe. In kürze werde ich ein Update hinzufügen in dem auch auf die WEP Verschlüsselung eingegangen wird. Um allerdings erst mal ins Internet zu kommen arbeiten wir vorerst mit der unverschlüsselten Verbindung.

Um ein nicht gesichertes Netzwerk einzurichten ist eine Konfiguration des WLan Routers unvermeidlich. Unter dem Punkt WLan -> Sicherheit können sie zum Beispiel bei der Fritz Box (einer der meist verbreitensten Router) den unverschlüsselten Zugang aktivieren.

Dies ist umso wichtiger, denn nur so können wir weitermachen und uns an die Einrichtung des WLans am Amiga begeben.

Welche Hardware ist erforderlich:

Eine WLAN Karte für PCMCIA oder PCI Steckplatz.
Bevor ich hier mit den verschiedensten Namen und Modellen anfange denke ich es ist besser sich eine Karte zu kaufen die explezit auf dem Amiga läuft. Am schnellsten und am sichersten haben sich AmigaHänlder (siehe Links) oder Ebay bewährt.
Hier trotzdem 2 PCMCIA Karten mit Namen: AirLancer MC11 von Elsa oder auch MA401 von Netagear als PCMCIA Karten. Es gibt noch viele weitere Karten aber wie gesagt, beim Hänlder macht man nichts verkehrt.

Welche Software benötige man:

Wir benötigen exakt 5Dinge,

MUI 3.8 (Download)

Zunächst einmal benötigen wir eine Software die uns die Möglichkeit bietet mit unserem Router zu kommunizieren. Diese sogenannte TCP/IP Stack Software ist in unserem FallMiamiDX.(Download) (es gibt noch andere bekannte Software wie Miami und Genesis auf die ich im Moment noch nicht weiter eingehe, sollte dahingehend allerdings Bedarf bestehen werde ich auch dazu eine Anleitung schreiben.
Desweiteren benötigen wir das MiamiDXMui Archive (Download)
Natürlich brauchen wir noch einen Internet Browser. Hierbei hat sich IBrowse (Download) als sehr effektiv und schnell bewiesen.

Desweiteren benötigen wir noch einen prism2 Treiber (Download) Der prism2 Treiber ist der Treiber für die drahtlosen Netzwerkkarten mit prism2 Chipsatz.

Aus dem entpackten Ordner kopiert ihr:

  • aus -> C:SetPrism2Defaults nach SYS in den Ordner “C” (SYS bedeutet DH0 also eure Festplatte auf der sich die Workbench Installation befindet)
  • aus -> Devs:networks/prism2.device nach SYS in den Ordner “Devs” und dort in der Unterordner “networks”
  • aus -> Libs:pccard.library nach SYS in den Ordner “Libraries”

Hinweis:

Einige Ordner müsst ihr erst sichtbar machen in dem ihr mit der rechten Maustaste oben auf die Workbenchleiste drückt und unter dem Punkt “Fenster” -> “Inhalt anzeigen” -> “alle Dateien anzeigen” wählt.

Zusammengefasst:

MUI 3.8
MiamiDX
MiamiDX MUI Archive
prism2 Treiber
IBrowse 2.4

Diese Software sollte auch in der oben angegebenen Reihenfolge installiert werden. Wichtig! Das MiamiDX Mui Archive muss exakt in den Ordner entpackt werden wo zuvor MiamiDX installiert wurde.

Vorbereitung des Routers am Beispiel der FritzBox:

Um das FritzBox Menü aufzurufen gebt bitte in der Adresszeile des InternetExplores Fritz.Box ein. Anschliessen drückt Ihr auf den Punkt “WLAN” und im seitlichen Menü den Punkt “Sicherheit”
(diese Optionen und Reihenfolgen können von Firmeware und FritzBox unterschiedlich sein, jedoch sollten sich die Punkte alle irgendwo ähneln. Das gleiche gilt auch für alle anderen Routern von anderen Herstellern)
Unter dem Punkt Sicherheit wählt man nun “unsichere Verbindung zulassen” und anschliessend “unverschlüsselten Zugang aktivieren”. Nun ist eure WLan Verbindung zwar ungeschütz aber eben auch für den Amiga erreichbar.
Nun müssen wir dem Amiga noch eine feste IP vergeben. Dazu wählt ihr im seitlichen Menü den Punkt “System” und anschliessend “Netzwerk” Nun könnt ihr einen vorhanden Eintrag (man sieht dort IP Adressen mit Namen versehen. Ihr wählt nun das “Berabeiten” Symbol bei einer IP eurer Wahl (in meinem Fall 192.168.178.25) und gelangt so in ein Untermenü. Gebt dort den Namen für die IP ein (in meinem Fall AMIGA).

Hinweis: Solltet ihr in dem Menü keine passende IP vorfinden könnt ihr auch selbst eine erstellen. Wählt dafür im seitlichen Menü den Punkt “Ansicht” und anschliessend “Expertenansicht” einschalten. Nun verfügt ihr über die nötigen Punkte und Berechtigungen um eigene IP´s zu vergeben. Wichtig ist allerdings hier sorgfalt walten zu lassen denn durch falsche Einstellungen kann man auch die richtige WLan Verbindung des PCs beschädigen.

Nun sind fast alle Vorbereitungen getroffen, aber es gibt noch einen entscheidenden Punkt.
Bleibt dafür im FritzBox Menü und wählt im seitlichen Menü den Punkt “System” und anschliessend “Ereignisse”. Nun drückt auf den Button “Internetverbindung” um eure Ereignisse der Internetverbindung einzusehen. Sinn dieses Handelns ist die DNS Server eures Anbieters herauszufinden. Alle 24h trennt der Provider die Leitung und alle 24h seht ihr also die Einwahl eures Routers in das Internet. Mein Eintrag lautet zb. “Internetverbindung wurde erfolgreich hergestellt. IP-Adresse: 87.188.151.61, DNS-Server: 217.237.150.205 und 217.237.149.142, Gateway: 217.0.118.7, Breitband-PoP: ROSX42-erx
Hier seht ihr nun also 2 DNS Server IP Adressen. Diese schreibt ihr euch nun auf und startet euren Amiga.

Nach dem Start des Amigas und der erfolgreichen Installation der benötigten Software öffnet ihr nun MiamiDX.

Nun zur eigentlichen Konfiguration:

Punkt 1 – Hardware Button:

Zuerst gehen wir links im Auswahlmenü auf “Hardware”. Dort auf den Punkt “New”. Daraufhin erscheint ein Auswahlmenü. Hier wählen wir den Punkt “Ethernet” aus.
In dem nun folgendem Menü können wir einen Namen unserer Wahl für die Verbindung eingeben. In unserem beispiel “WLan1″. Bei dem Reiter “Type” drücken wir auf das Pfeilsmbol bis dort “SANA-II driver” steht.
Bei dem Punkt “Driver” drücken wir auf das Blattsymbol und gehen in den Verzeichnissen in den Ordner “Devs” und anschliessend in den Ordner “Networks“. Dort wählen wir nun das“prism2.device” aus.
Nun bestätigen wir das ganze nur noch mit Ok und wir sind unter dem Punkt Hardware fertig.

Punkt 2 – Interfaces Button:

Auch hier drücken wir zuerst auf “New”. Bei dem anschliessendem aufgeklapptem Menü wählen wir die Punkte “Ethernet” und “Internet” aus. Nun kommt ein weiteres Fenster. Hier müsste nun unsere vorher und Hardware eingerichtete “WLan1″ Einstellung anwählbar sein. Wir wählen diese aus und bestätigen mit “OK”.

Nun kommt ein Fenster bei dem man erst mal denkt “Oh mein Gott”. Aber keine Angst auch hier ist alles sehr einfach gehalten.

Unter dem Punkt “Hardware” sollte “WLan1″ stehen. Und bei den IP Adressen jeweils 0.0.0.0
Nun geht es darum diese leeren Nullen zu ersetzen. Die Punkte (IP type, Netmask type und Gateway type werden nicht angerührt uns sollten auf “static” stehen)

  • bei IP adress tragt ihr nun die zuvor im Router vergebene IP Adresse für den Amiga ein. In unserem Beispiel 192.168.178.25
  • unter Netmask tragt ihr 255.255.255.0 ein
  • unter Gateway tragt ihr die IP des Routers ein (bei der Fritz ist es 192.168.178.1) diese IP ist bei jedem Hersteller unterschiedlich. Um sie herauszubekommen nutz man folgenden Trick:“Um die IP Adresse des eigenen Router rauszufinden wie folgt vorgehen:
    – Als erstes öffnet man einen Kommandobox: Start -> Ausführen -> “cmd” eingeben (ohne Anführungszeichen) -> Ok klicken
    – In der neu geöffneten Kommandobox “ipconfig” eingeben (ohne Anführungszeichen) und mit Enter bestätigen.
    – Nun erhält man eine Liste mit verschiedenen Werten, Interessant ist hier der Wert “Standardgateway”. Hier wir i.d.R eine IP Adresse die mit “192.168.” anfängt angezeigt. Dies ist sollte dann auch die IP Adresse des Router sein.”

Habt ihr alle Einstellungen vorgenommen setzt ihr noch ein Häckchen bei “GUI default” und verlasst das Menü mit “OK”

Punkt 3 – Database Button:

Drückt nun im Menü auf den Punkt “Database”. Nun erscheint rechts ein Fenster in dem oben mittig ein MenüPunkt anwählbar ist (gedrehter Pfeil).
Drückt auf diesen gedrehten Pfeil solange bis der Punkt “hosts” erscheint. Drückt nun auf den Punkt “add”. Gebt nun bei IP adress die IP Adresse an die ihr im Router für den Amiga vergeben habt. In unserem fall 192.168.178.25. Wichtig: bestätigt jede Eingabe durch“Enter”da ansonsten die Daten nicht übernommen werden. Als Name gebt ihr nun noch“AMIGA” ein (so wie zuvor beim Router).
Bevor wir in das nächste Menü gehen vergewissern wir uns das nun vor unserer IP im Bildschirm 2 Pfeile (>>) zu sehen sind. Nur wenn diese davor stehen ist diese IP korrekt angewählt. Sollten die Pfeile nicht davor stehen, wählt mit der Maus den Eintrag von eben an und drückt “Enable”.

Nun drücken wir wieder den gedrehten Pfeil bis zum Punkt “DNS servers”.
Hier tragt ihr jetzt die von vorhin aufgeschriebenen DNS Server ein. In unserem Fall217.237.150.205 und 217.237.149.142
Wieder ist zu beachten das ihr mit Enter bestätigt und die Pfeile (>>) vor euren DNS Server IPs stehen.

Punkt 4 – ab ins Netz!

Nun sind wir auch schon fertig für das Internet!
Steckt nun die WLAN Karte in den PCMCIA Schacht und drückt anschliessend auf den Button “Online” im unteren Bereich des Programs.

Nun solltet ihr das zuvor installierte IBrowse starten. Als Test ob die Verbindung funktioniert gebt im Feld “Adresse” eine beliebige Internetadresse (zb. www.google.de) ein.

Solltet ihr nun das Google Bild sehen, Herzlichen Glückwunsch du hast den Amiga erfolgreich mit dem Internet verbunden.

Bei Problemen mit der Installation geht noch mal Punkt für Punkt durch, ich habe eigentlich jeden Arbeitsschritt aufgeschrieben. Ich gebe allerdings keine Garantie für die Funktionalität da bei der unmenge an DSL Anbietern und Router Herstellern immer verschiedene Punkte anders heissen und aussehen. Allerdings sollten die Grundregeln überall ähnlich sein.




Datensicherung am Amiga

Datensicherung am Amiga

Nichts ist schlimmer als ein fertig eingerichtetes System zu verlieren (zb. PlattenCrash).

Deshalb sollte man vorsorgen und regelmäßig Backups wichtigsten Partitionen machen.

Eine der wichtigsten Partition ist wohl die “System” (kurz “sys:”) in der sich die Workbench (und somit das Betriebsystem) des Amigas befindet.

Nun kann man bei gehen und die Daten zum Beispiel mühevoll per Hand kopieren.
Es geht aber auch schneller und einfacher.

Voraussetzung zum Sichern ist ein geeignetes Speichermedium. Das kann eine 2.te Festplatte, USB Stick oder Compact Flash Karte sein. Ihr müsst für euer Classic Amiga System schauen was möglich ist und was nicht.

Nun kommen wir zum kopieren. In meinem Beispiel sicher ich die Daten auf eine CompactFlash Karte (“cf0:”)

>1. Klickt mit der rechten Maustatste auf die oberste Workbenchleiste (normal gibts es ja auch nur eine)

>2. Nun bewegt bei gedrückter Maustaste im Menü ganz links aus “Ausführen” oder “Execute” (wenn die Workbench auf englisch ist)

>3. Nun erscheint ein Eingabefenster. In diesem gebt ihr folgenden Befehl ein:

copy sys: to cf0:backup_sys clone all

Zur Erklärung was wir eben gemacht haben nun noch mal der Befehl übersetzt ins deutsche.

Kopiere (copy)das System (sys:) auf (to) die Comapct Flash Karte (cf0:) und erstelle einen Ordner mit dem Namen backup_sys (backup_sys) und erstelle eine 1:1 Kopie (clone all) in diesem Ordner.

>4. Nun öffnet sich ein Shell Fenster und der Kopiervorgang beginnt.

>5.Nach Abschluss des Kopiervorgangs schliesst sich das Fenster nicht automatisch, ihr erkennt das Ende daran das nichts mehr kopiert wird, und der “Cursor” im Shell Fenster stehen bleibt. Fertig!

(Wichtig NIEMALS den Kopiervorgang unterbrechen durch ausschalten oder Reseten des Amiga)

Natürlich könnt ihr diese Methode auch für andere Partitionen zb. “dh1:” uvm. nutzen. Oder nur einzelne Teile bzw. Ordner sichern.

Viel Spass nun beim kopieren und Daten sichern.




Unter Windows (zb. XP) Amiga Disketten formatieren und Daten übertragen

Jeder kennt das Problem, im Aminet tummeln sich die guten und nützlichen Tools, aber man kommt nicht ran.

Abhilfe schafft da eine unter Windows formatierte Amiga Diskette.

Also um unter Windows auf DD (HD Disketten funktionieren auch mit zugeklebtem zweitem Loch) zu formatieren musst man folgendes eingeben, wenn du auf “Ausführen” klickst:
format a: /t:80 /n:9
Damit wird die Amiga Disketten in ein Windows kompatibles Format umgewandelt.

Nun könnt ihr eure Daten auf die Diskette packen und diese in den Amiga stecken.

Dort wird nun Workbench 2.05 und grösser vorausgesetzt.

Im Storage/Dosdrivers habt ihr ein Symbol “PC0” ein doppelklick darauf bei eingelegter Diskette sollte diese nun auch am Amiga sichtbar machen.

Um “PC0″ dauerhaft zu mounten sollten ihr das Symbol nach Devs/DosDriverskopieren. Damit steht die Diskette auch nach dem Neustart ohne umständliches “Neu”mounten sofort zur Verfügung.

Das stellt eine einfache Lösung für kleinere Programme dar, weitere Tutorials (um grössere Datenmengen vom PC auf den Amiga zu bringen) werden folgen, also bleibt dran ;)