Amiga WLan Tutorial

Amiga WLan Tutorial

– Amiga WLan Verbindung –

Diese Anleitung ist sehr ausführlich geschrieben und sieht vom Umfang natürlich erdrückend aus. Allerdings ist es halb so schlimm denn ich habe wirklich versucht alles zu erklären und mit einzuschreiben. Ich empfehle diese Anleitung auszudrucken (Downloadbereich) und anschliessend mit der Konfiguration zu beginnen.

Mit aufkommen immer schnellerer Verbindungen und WLan – fähigen Routern wollten natürlich auch Amiga Nutzer diese Möglichkeit der Verbindung mit dem Internet nicht verpassen und so ist es mittlerweile für alle Amiga mit WLan Adapter (zb. per PCMCIA Steckplatz) möglich sich mit dem Internet zu verbinden.

Eines sei Vorweg gesagt, mir ist momentan keine “einfache” Lösung bekannt den Amiga per WPA/WPA2 Sicherung ins Internet zu bringen. So das ich mich mit dieser Anleitung auf ein “nicht gesichertes” Netzwerk beziehe. In kürze werde ich ein Update hinzufügen in dem auch auf die WEP Verschlüsselung eingegangen wird. Um allerdings erst mal ins Internet zu kommen arbeiten wir vorerst mit der unverschlüsselten Verbindung.

Um ein nicht gesichertes Netzwerk einzurichten ist eine Konfiguration des WLan Routers unvermeidlich. Unter dem Punkt WLan -> Sicherheit können sie zum Beispiel bei der Fritz Box (einer der meist verbreitensten Router) den unverschlüsselten Zugang aktivieren.

Dies ist umso wichtiger, denn nur so können wir weitermachen und uns an die Einrichtung des WLans am Amiga begeben.

Welche Hardware ist erforderlich:

Eine WLAN Karte für PCMCIA oder PCI Steckplatz.
Bevor ich hier mit den verschiedensten Namen und Modellen anfange denke ich es ist besser sich eine Karte zu kaufen die explezit auf dem Amiga läuft. Am schnellsten und am sichersten haben sich AmigaHänlder (siehe Links) oder Ebay bewährt.
Hier trotzdem 2 PCMCIA Karten mit Namen: AirLancer MC11 von Elsa oder auch MA401 von Netagear als PCMCIA Karten. Es gibt noch viele weitere Karten aber wie gesagt, beim Hänlder macht man nichts verkehrt.

Welche Software benötige man:

Wir benötigen exakt 5Dinge,

MUI 3.8 (Download)

Zunächst einmal benötigen wir eine Software die uns die Möglichkeit bietet mit unserem Router zu kommunizieren. Diese sogenannte TCP/IP Stack Software ist in unserem FallMiamiDX.(Download) (es gibt noch andere bekannte Software wie Miami und Genesis auf die ich im Moment noch nicht weiter eingehe, sollte dahingehend allerdings Bedarf bestehen werde ich auch dazu eine Anleitung schreiben.
Desweiteren benötigen wir das MiamiDXMui Archive (Download)
Natürlich brauchen wir noch einen Internet Browser. Hierbei hat sich IBrowse (Download) als sehr effektiv und schnell bewiesen.

Desweiteren benötigen wir noch einen prism2 Treiber (Download) Der prism2 Treiber ist der Treiber für die drahtlosen Netzwerkkarten mit prism2 Chipsatz.

Aus dem entpackten Ordner kopiert ihr:

  • aus -> C:SetPrism2Defaults nach SYS in den Ordner “C” (SYS bedeutet DH0 also eure Festplatte auf der sich die Workbench Installation befindet)
  • aus -> Devs:networks/prism2.device nach SYS in den Ordner “Devs” und dort in der Unterordner “networks”
  • aus -> Libs:pccard.library nach SYS in den Ordner “Libraries”

Hinweis:

Einige Ordner müsst ihr erst sichtbar machen in dem ihr mit der rechten Maustaste oben auf die Workbenchleiste drückt und unter dem Punkt “Fenster” -> “Inhalt anzeigen” -> “alle Dateien anzeigen” wählt.

Zusammengefasst:

MUI 3.8
MiamiDX
MiamiDX MUI Archive
prism2 Treiber
IBrowse 2.4

Diese Software sollte auch in der oben angegebenen Reihenfolge installiert werden. Wichtig! Das MiamiDX Mui Archive muss exakt in den Ordner entpackt werden wo zuvor MiamiDX installiert wurde.

Vorbereitung des Routers am Beispiel der FritzBox:

Um das FritzBox Menü aufzurufen gebt bitte in der Adresszeile des InternetExplores Fritz.Box ein. Anschliessen drückt Ihr auf den Punkt “WLAN” und im seitlichen Menü den Punkt “Sicherheit”
(diese Optionen und Reihenfolgen können von Firmeware und FritzBox unterschiedlich sein, jedoch sollten sich die Punkte alle irgendwo ähneln. Das gleiche gilt auch für alle anderen Routern von anderen Herstellern)
Unter dem Punkt Sicherheit wählt man nun “unsichere Verbindung zulassen” und anschliessend “unverschlüsselten Zugang aktivieren”. Nun ist eure WLan Verbindung zwar ungeschütz aber eben auch für den Amiga erreichbar.
Nun müssen wir dem Amiga noch eine feste IP vergeben. Dazu wählt ihr im seitlichen Menü den Punkt “System” und anschliessend “Netzwerk” Nun könnt ihr einen vorhanden Eintrag (man sieht dort IP Adressen mit Namen versehen. Ihr wählt nun das “Berabeiten” Symbol bei einer IP eurer Wahl (in meinem Fall 192.168.178.25) und gelangt so in ein Untermenü. Gebt dort den Namen für die IP ein (in meinem Fall AMIGA).

Hinweis: Solltet ihr in dem Menü keine passende IP vorfinden könnt ihr auch selbst eine erstellen. Wählt dafür im seitlichen Menü den Punkt “Ansicht” und anschliessend “Expertenansicht” einschalten. Nun verfügt ihr über die nötigen Punkte und Berechtigungen um eigene IP´s zu vergeben. Wichtig ist allerdings hier sorgfalt walten zu lassen denn durch falsche Einstellungen kann man auch die richtige WLan Verbindung des PCs beschädigen.

Nun sind fast alle Vorbereitungen getroffen, aber es gibt noch einen entscheidenden Punkt.
Bleibt dafür im FritzBox Menü und wählt im seitlichen Menü den Punkt “System” und anschliessend “Ereignisse”. Nun drückt auf den Button “Internetverbindung” um eure Ereignisse der Internetverbindung einzusehen. Sinn dieses Handelns ist die DNS Server eures Anbieters herauszufinden. Alle 24h trennt der Provider die Leitung und alle 24h seht ihr also die Einwahl eures Routers in das Internet. Mein Eintrag lautet zb. “Internetverbindung wurde erfolgreich hergestellt. IP-Adresse: 87.188.151.61, DNS-Server: 217.237.150.205 und 217.237.149.142, Gateway: 217.0.118.7, Breitband-PoP: ROSX42-erx
Hier seht ihr nun also 2 DNS Server IP Adressen. Diese schreibt ihr euch nun auf und startet euren Amiga.

Nach dem Start des Amigas und der erfolgreichen Installation der benötigten Software öffnet ihr nun MiamiDX.

Nun zur eigentlichen Konfiguration:

Punkt 1 – Hardware Button:

Zuerst gehen wir links im Auswahlmenü auf “Hardware”. Dort auf den Punkt “New”. Daraufhin erscheint ein Auswahlmenü. Hier wählen wir den Punkt “Ethernet” aus.
In dem nun folgendem Menü können wir einen Namen unserer Wahl für die Verbindung eingeben. In unserem beispiel “WLan1″. Bei dem Reiter “Type” drücken wir auf das Pfeilsmbol bis dort “SANA-II driver” steht.
Bei dem Punkt “Driver” drücken wir auf das Blattsymbol und gehen in den Verzeichnissen in den Ordner “Devs” und anschliessend in den Ordner “Networks“. Dort wählen wir nun das“prism2.device” aus.
Nun bestätigen wir das ganze nur noch mit Ok und wir sind unter dem Punkt Hardware fertig.

Punkt 2 – Interfaces Button:

Auch hier drücken wir zuerst auf “New”. Bei dem anschliessendem aufgeklapptem Menü wählen wir die Punkte “Ethernet” und “Internet” aus. Nun kommt ein weiteres Fenster. Hier müsste nun unsere vorher und Hardware eingerichtete “WLan1″ Einstellung anwählbar sein. Wir wählen diese aus und bestätigen mit “OK”.

Nun kommt ein Fenster bei dem man erst mal denkt “Oh mein Gott”. Aber keine Angst auch hier ist alles sehr einfach gehalten.

Unter dem Punkt “Hardware” sollte “WLan1″ stehen. Und bei den IP Adressen jeweils 0.0.0.0
Nun geht es darum diese leeren Nullen zu ersetzen. Die Punkte (IP type, Netmask type und Gateway type werden nicht angerührt uns sollten auf “static” stehen)

  • bei IP adress tragt ihr nun die zuvor im Router vergebene IP Adresse für den Amiga ein. In unserem Beispiel 192.168.178.25
  • unter Netmask tragt ihr 255.255.255.0 ein
  • unter Gateway tragt ihr die IP des Routers ein (bei der Fritz ist es 192.168.178.1) diese IP ist bei jedem Hersteller unterschiedlich. Um sie herauszubekommen nutz man folgenden Trick:“Um die IP Adresse des eigenen Router rauszufinden wie folgt vorgehen:
    – Als erstes öffnet man einen Kommandobox: Start -> Ausführen -> “cmd” eingeben (ohne Anführungszeichen) -> Ok klicken
    – In der neu geöffneten Kommandobox “ipconfig” eingeben (ohne Anführungszeichen) und mit Enter bestätigen.
    – Nun erhält man eine Liste mit verschiedenen Werten, Interessant ist hier der Wert “Standardgateway”. Hier wir i.d.R eine IP Adresse die mit “192.168.” anfängt angezeigt. Dies ist sollte dann auch die IP Adresse des Router sein.”

Habt ihr alle Einstellungen vorgenommen setzt ihr noch ein Häckchen bei “GUI default” und verlasst das Menü mit “OK”

Punkt 3 – Database Button:

Drückt nun im Menü auf den Punkt “Database”. Nun erscheint rechts ein Fenster in dem oben mittig ein MenüPunkt anwählbar ist (gedrehter Pfeil).
Drückt auf diesen gedrehten Pfeil solange bis der Punkt “hosts” erscheint. Drückt nun auf den Punkt “add”. Gebt nun bei IP adress die IP Adresse an die ihr im Router für den Amiga vergeben habt. In unserem fall 192.168.178.25. Wichtig: bestätigt jede Eingabe durch“Enter”da ansonsten die Daten nicht übernommen werden. Als Name gebt ihr nun noch“AMIGA” ein (so wie zuvor beim Router).
Bevor wir in das nächste Menü gehen vergewissern wir uns das nun vor unserer IP im Bildschirm 2 Pfeile (>>) zu sehen sind. Nur wenn diese davor stehen ist diese IP korrekt angewählt. Sollten die Pfeile nicht davor stehen, wählt mit der Maus den Eintrag von eben an und drückt “Enable”.

Nun drücken wir wieder den gedrehten Pfeil bis zum Punkt “DNS servers”.
Hier tragt ihr jetzt die von vorhin aufgeschriebenen DNS Server ein. In unserem Fall217.237.150.205 und 217.237.149.142
Wieder ist zu beachten das ihr mit Enter bestätigt und die Pfeile (>>) vor euren DNS Server IPs stehen.

Punkt 4 – ab ins Netz!

Nun sind wir auch schon fertig für das Internet!
Steckt nun die WLAN Karte in den PCMCIA Schacht und drückt anschliessend auf den Button “Online” im unteren Bereich des Programs.

Nun solltet ihr das zuvor installierte IBrowse starten. Als Test ob die Verbindung funktioniert gebt im Feld “Adresse” eine beliebige Internetadresse (zb. www.google.de) ein.

Solltet ihr nun das Google Bild sehen, Herzlichen Glückwunsch du hast den Amiga erfolgreich mit dem Internet verbunden.

Bei Problemen mit der Installation geht noch mal Punkt für Punkt durch, ich habe eigentlich jeden Arbeitsschritt aufgeschrieben. Ich gebe allerdings keine Garantie für die Funktionalität da bei der unmenge an DSL Anbietern und Router Herstellern immer verschiedene Punkte anders heissen und aussehen. Allerdings sollten die Grundregeln überall ähnlich sein.

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